Pressestimmen:



Sprachauswahl Home Werdegang Pressestimmen Werkliste Fotos Links Klangbeispiele


Zur Uraufführung des "Psalm 130" schreibt Peter Zacher in den "Dresdner Neuesten Nachrichten" vom 15.2.1993:

Es gibt Uraufführungen, bei denen wir nicht in erster Linie den Komponisten beglückwünschen sollten, sondern uns, weil wir Zeugen eines wichtigen Ereignisses geworden sind. Das 6. Außerordentliche Konzert der Dresdner Philharmonie enthielt als zentrales Werk Friedhelm Rentzschs Psalm 130 "Aus tiefster Not schrei ich zu dir" für Altstimme und Orchester . ...
Dieses Werk ist Zeugnis eines betroffenen Zeitgenossen, der den " Jammer der Erde" spürt und- man verzeihe mir das altmodisch anmutende Wort- eine Botschaft dagegensetzt. Diese Botschaft...wird von Rentzsch mit äußerster Sensibilität vermittelt. ... Die Auseinandersetzung vollzieht sich meist leise, zurückhaltend, dafür aber mit äußerster Spannung. Fast unglaublich, wie die Musik am Ende im Unhörbaren versinkt... . Rentzschs Haltung ist nicht tränenreiche Trauer, sondern das Ringen um Fassung, die Suche nach einem Weg, ...die Forderung nach Mitmenschlichkeit hörbar zu machen.



Zur Aufführung des "Quartett für Klarinette, Violine, Viola und Kontrabaß" (1989) im Kammerabend der Sächsischen Staatskapelle in der Dresdner Semperoper schreibt Hans Peter Altmann in den "Dresdner Neuesten Nachrichten" vom 6.1.2001:

Typisch für Rentzsch: Er nennt kein Programm, hat aber eines. ... Es wäre zu einfach, die Wechselwirkung von Spannung und Entspannung zu bemühen oder gar nach Lösungen von Konflikten zu suchen. Melodische Linien umschlingen sich, geben expressivem Geschehen Raum. Episoden instrumentalen Wohlklanges werden attackiert. Eine kluge, tiefe Komposition.



Zur Uraufführung der "Orchestermusik" III durch die Dresdner Philharmonie schreibt Peter Zacher in den " Dresdner Neuesten Nachrichten" vom 6.6.1995:

Ich kann mich nicht erinnern, daß ich ... überhaupt Luft geholt hätte. Ich wußte, was mich erwartet, kannte die Partitur, ... und war doch vom ersten Moment an gefesselt. ... Zwei große Steigerungen führen zu gewaltigen Ausbrüchen und lassen das Geschehen wieder in sich zusammenfallen. ... Am Ende hat man ein Tal der Tränen durchschritten, ohne daß diese Musik einen Moment lang in Larmoyanz verfallen wäre. Sie ist ein ehrliches und wahres Abbild dessen, was uns umgibt.

Zur gleichen Aufführung schreibt Thomas Berlin in der "Sächsischen Zeitung" vom 6.6.1995:

Rentzsch provozierte mit überschaubarer Architektur ein ständiges Auf und Ab der Emotionen. Aus feingewebtem Pianissimo entwickeln sich zwei Gänsehaut erzeugende Fortissimi - Ausbrüche, welche schnell anschwellen und in "komponierter Stille" ... ihre Entspannung suchen.



Nach einer Wiederaufführung in der Kreuzkirche zu Dresden vermerkte Hans Peter Altmann in den "Dresdner Neuesten Nachrichten am 17.5.1999:

Kompromißlos werden Fragen gestellt, verdichtet und mit zunehmender rhythmischer und melodischer Verknüpfung wiederholt. ... Das Zitat "Nun danket alle Gott" ist weit von einer "Lösung" entfernt ... . Rentzsch spiegelt sich selbst und seine Sicht von dieser unvollkommenen Welt.



Zur Aufführung des Trios für Flöte, Viola und Violoncello (1986) im 42. Außergewöhnlichen Konzert in der Stadtbibliothek zu Leipzig schreibt Jürgen Ernst in der "Leipziger Volkszeitung" vom 22.11.2001:

Ein Spiel mit den Ausdrucksmöglichkeiten der Instrumente, eine Entwicklung von Klangfarben, oft auch schrille Passagen, die den Hörer in tiefe Gefühlswelten tauchen, Wärme verbreiten, dabei aber klar strukturiert bleiben...




Sprachauswahl Home Werdegang Pressestimmen Werkliste Fotos Links Klangbeispiele